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Pasticcio – Preis 2007

 

 

Wolfgang Dimetrik hat vier Klaviersonaten von Joseph Haydn (Hob. XVI: 28, 29, 33 und 42) sorgsam für Einzelton-Akkordeon transkribiert, dessen Artikulationsmöglichkeiten einem Blas- oder Streichinstrument ähnlicher sind als dem Cembalo. So werden die glasklaren Strukturen der Klassiker ganz neu erfahrbar und nebenbei auch noch manche ihrer folkloristischen Wurzeln deutlich. Mehr als nur ein (Haydn durchaus würdiger) Witz, für den der 1974 geborene Österreicher am 27. 9. 2007, 8.15h, auf Ö1 mit dem Pasticcio-Preis ausgezeichnet wird.

 

Carsten Fastner im Falter, Wien 39/2007 vom 26. 9. 2007 (Seite 72)

 

 

 

 

Haydn mit Intensität

 

 

Klaviersonaten auf dem Akkordeon? – Ja, und wie das klingt!

Es liegt näher, als man zunächst denkt. Wenn das Akkordeon so gespielt wird, wie es Wolfgang Dimetrik vermag, dann entfaltet es die Sonaten sozusagen neu vor unseren Ohren: Haydn bleibt authentisch, gleichzeitig erleben wir eine Erweiterung unserer Hörerfahrung. Nicht als akademisch äußerlich habe ich das empfunden, sondern als heiter, „leicht“ und subtil. Wahrhaft „Klingstücke“ sind auf dieser CD zu hören.

Wer die mit so unvergleichlicher Ausdruckskraft und Virtuosität gespielten Goldbergvariationen von ihm kennt, den wird das aber nicht wundern.

 

Anonym auf www.amazon.de, 31. 3. 2006